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Sandvik Mining and Construction
Crushing Technology GmbH
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Geschichtliche Entwicklung der AUBEMA

DIE NACHKRIEGSZEIT
Im Jahre 1947, zwei Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, herrschten Hunger und Elend im ganzen Land, auch Bergneustadt bot ein düsteres Bild. Resignation vor dem totalen wirtschaftlichen Chaos hätte bedeutet, den Kopf in den Sand zu stecken, und das kam für die Nachkriegsgeneration nicht in Frage. Trotz der vielen entbehrungsreichen Jahre war man bereit für den Wiederaufbau zu kämpfen und Neues zu wagen. Mutige und risikobereite Männer, wie Herbert Aulmann, Paul Beckschulte und Franz Winterberg taten sich zusammen, um ihre Ideen zu verwirklichen. Jeder von ihnen hatte bereits berufliche Erfolge gefeiert und war mit profilierten Kenntnissen gut gerüstet für den Start in eine neue Zukunft. Alle drei gaben gut dotierte Posten auf, um sich gemeinsam mit einer Maschinenbaufirma selbstständig zu machen. Initiator Herbert Aulmann hatte durch seinen Vater bereits als Kind Einblick in den Steinbruchbetrieb nehmen können und war beeindruckt gewesen, wenn die Arbeiter riesige Blöcke aus der steilen Felswand herausbrachen, und das Tal vom Donner erfüllt war. Mit wuchtigen Hammerschlägen wurde die Grauwacke in Schotter verwandelt. Der Maschinenbauingenieur war bei Steinmüller in Gummersbach beschäftigt, wo er Paul Beckschulte, einen Spezialisten für Schlägermühlen und Kohlebefeuerung, kennen lernte. Der Kaufmann Franz Winterberg war der Dritte im Bunde. Obwohl sie die Firma zu dritt gründeten, nannten sie ihr Unternehmen Aulmann & Beckschulte Maschinenfabrik und firmierten unter dem Markenzeichen AUBEMA. Ziel war es, Maschinen zur Zerkleinerung und Aufbereitung zu produzieren. Felsbrocken sind nur in Form von Split für den Straßenbelag geeignet, Rohförderkohle wird erst zerkleinert nutzbar, Stückerz muss heruntergepocht werden, weil die Sinteranlage nur feine Materialien verarbeiten kann. Andere Materialien wie Koks, Salze, Düngemittel, Ölsande, etc. - alles muss aufbereitet und/oder zerkleinert werden und dafür benötigt man spezielle Maschinen. Und die wollten die Newcomer liefern. Mit Schrotmühlen für die Landwirtschaft startete das AUBEMA-Trio seine Karriere. Die Mühlen wurden persönlich auf den Lieferwagen geladen und zum Auftraggeber gebracht. Viele Bauern vergüteten ihre Rechnung mit Lebensmitteln. Die Produktion wuchs dank großer Nachfrage erstaunlich schnell. Im Sommer 1948 folgte die Währungsreform, der Markt öffnete seine Grenzen, die freie Marktwirtschaft begann. Der Aufschwung war nicht zu bremsen. Die angemieteten Räume wurden schon bald zu klein. Expansion war angesagt, ein Neubau musste her. Grund und Boden wurden erworben. Die Gründer selbst errichteten mit Hilfe von Arbeitern die erste Produktionshalle.

DAS WIRTSCHAFTSWUNDER
Kohle hatte Hochkonjunktur. Im Jahr 1949 erhielt AUBEMA den ersten Großauftrag von der Firma Koppers. AUBEMA lieferte zwei Hammermühlen zur Aufbereitung von Kokskohle und zwei Zweiwalzenbrecher für Koks. Das Novum dabei: Die Zerkleinerung der Kohle war mit den AUBEMA Maschinen in feuchtem Zustand ohne Kalibrierrost möglich. Diese Neuentwicklungen zogen weitere große Aufträge nach sich. Auch für den Industriezweig Steine und Erden wurden neue Maschinen entwickelt: 1950 wurden die ersten Walzenbrecher für Ton, Kreide, Gips und Kalkstein sowie Backenbrecher für Hartgesteine hergestellt. 1954 produzierte AUBEMA die ersten Backenbrecher mit Pendelrollenlager. Bis dahin waren in der Branche Gleitlager eingesetzt worden.

Die Rezession im Bergbau Anfang der 60er lenkte die Interessen zur Hüttenindustrie. Kokereien waren zuvor primär den Zechen angegliedert gewesen, jetzt rückten sie in den Bereich der Stahlherstellung. Moderne Technik kam in den Kokereien zum Einsatz, und eine leistungsstarke Kokszerkleinerung war gefragt. Bei Thyssen entstand 1970 als Aufbereitungsstation eine völlig neuartige Sinteranlage, AUBEMA baute dazu den zu dieser Zeit größten Heißsinterbrecher der Welt.

DIE ZEIT NACH DEN GRÜNDERN
Franz Winterberg starb 1973, Paul Beckschulte war aus gesundheitlichen Gründen schon 1960 ausgeschieden, Herbert Aulmann führte das Unternehmen nun allein. Nach seinem Tod trat Anfang der 80er Jahre sein Schwiegersohn Günter Schenk in seine Fußstapfen. Zum ersten Mal stand ein Kaufmann an der Spitze der Maschinenfabrik. Das Programm wurde im Laufe der nächsten Jahre erweitert, der Umsatz stieg. Großmaschinen rückten in den Vordergrund. AUBEMA Maschinen wurden immer leistungsfähiger und viele waren weit mehr als 400 Tonnen schwer. Hatten die Arbeiter in den Steinbruchbetrieben früher von Hand in zwölf Arbeitsstunden höchstens etwa eine Tonne aufbereitet, schafften die Großmaschinen spielend 1.500 und mehr pro Stunde. Heute liegt die Leistung sogar bei mehr als 5.000 t/h.

AUBEMA HEISST HEUTE SANDVIK

Trotz aller Erfolge geriet AUBEMA Anfang der 90er in eine schwierige Lage. Eine kleine Personengruppe kam zusammen: Dieter Kuxdorf, Maschinenbauingenieur, und schon seit 25 Jahren im Betrieb, wurde Geschäftsführer. Hans-Peter Thiekötter, Industriemeister und weit mehr als 30 Jahre in der Fabrik, wurde Betriebsleiter. Norbert Britz, (Marketing- und Verkaufsexperte) kam Ende 1996 dazu und übernahm 80% der Anteile. Mit 20% beteiligte sich Dieter Kuxdorf, der im Jahre 2000 im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand ging. Norbert Britz, jetzt Alleinbesitzer, änderte die Konzeption und setzte auf konsequente Ausrichtung auf den Vertrieb, um die Marktbedürfnisse noch besser befriedigen zu können. Agenten in mehr als 30 Ländern Europas und dem Rest der Welt gewährleisteten eine effiziente Bearbeitung der einzelnen Geschäftsfelder. 80 bis 90% der Maschinen wurden exportiert. Nachdem man früher fast ausschließlich auf Europa konzentriert war, wurden jetzt viele Kunden in Südostasien, China und Indien gewonnen. Auch in Russland war AUBEMA bereits tätig. Seit der Firmengründung sind ca. 5.000 Maschinen gebaut worden, die in mehr als 60 Ländern weltweit exportiert wurden. Die eigene Versuchsanlage setzt sich aus verschiedenen Brechertypen zusammen und überprüft das Zerkleinerungsverhalten unterschiedlicher Aufgabematerialien. Bisher sind mehr als 6.000 Versuche gefahren worden. Dies bedeutet, dass AUBEMA über Erfahrungen aus mehr als 11.000 Maschinendaten verfügt.

 

Mit der zum 1. Januar 2008 wirksam gewordenen Übernahme von AUBEMA durch den Sandvik-Konzern wurden mehrere strategische Ziele erreicht. Sandvik konnte das im Konzern vorhandene Know-how in der Industrie-Anlagen-Konzeption im Bereich Zerkleinerungstechnologie durch die Spezialisten von AUBEMA erheblich ergänzen. Bei Großprojekten kann nun die geschlossene Prozesskette einer projektierten Anlage aus einer Hand angeboten werden, ohne auf fremdes Know-how zurückgreifen zu müssen.

Für AUBEMA stand Wachstum und Sicherung der Arbeitsplätze im Vordergrund. Mit der Zugehörigkeit zum Sandvik Konzern werden die Ressourcen von AUBEMA in größere Aufgaben eingebunden. Das in Bergneustadt entstandene Know-how in der Zerkleinerungstechnologie findet in größeren Anlagenprojekten Anwendung, die man allein nicht hätte akquirieren können.

 

Heute konzentriert sich Sandvik in Bergneustadt im Rahmen der Konzernarbeitsteilung auf das Geschäftsfeld Aufbereitungs- und Prozesstechnik. Die Firma ist heute gut gerüstet, um im weltweiten Markt der Zerkleinerungs- und Vermahlungstechnologie mit bewährter Erfahrung und innovativer Technik in der Spitzenliga mitzuspielen. Kundenorientierung wird großgeschrieben. Sandvik ist bereit, sich jeder Herausforderung zu stellen. Heute und in Zukunft.

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München, Germany, Stand F6/6051/Außengelände ...mehr

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Datun Power Plant
Hammermühle, Typ 1212, Größe 18-18 für Wirbelschichtbefeuerung, Leistung 350 t/h, geliefert in 2002 von AUBEMA nach China [PDF] [weitere Referenzen]